Romance Dawn ist das Set, mit dem das One Piece Card Game gestartet ist: in Japan am 22. Juli 2022, auf Englisch im Juli 2023. Vier Jahre später ist es der beste verfügbare Datensatz für die Frage, was mit einem Anime-TCG passiert, wenn die erste Euphorie durch ist.

Was im Set drin ist

OP-01 enthält 121 Kartentypen. Die Verteilung erklärt einen großen Teil der Preisbildung, weil sie zeigt, wie schmal die Spitze ist.

121
Kartentypen gesamt
8
Leader-Karten
10
Super Rares
2
Secret Rares
  • 45 Commons und 30 Uncommons bilden den Boden. Sie sind für den Preis eines Displays praktisch irrelevant.
  • 26 Rares und 10 Super Rares sind die Mitte, in der Spielnachfrage den Preis macht.
  • 2 Secret Rares und die Parallel-Versionen sind die Spitze. Hier entscheidet sich, ob ein Display sich rechnet.
  • Der ursprüngliche Ladenpreis lag bei 4,19 Dollar pro Pack.

Die Manga Rare, die den Standard gesetzt hat

Shanks OP01-120 war die erste Karte des Spiels, die ein echtes Panel aus dem Manga als Artwork verwendet. Diese Comic-Parallels, japanisch Comipara, sind seitdem die wertvollste Kategorie des gesamten Spiels. In Auswertungen des japanischen Marktes 2026 waren alle 17 teuersten rohen One-Piece-Karten Comic-Parallels.

Nicht die Seltenheitsstufe macht den Preis, sondern die Herkunft des Bildes.

Bei den Zahlen muss man japanischen und englischen Markt strikt trennen, sonst kommt Unsinn heraus. Die japanische Comic-Parallel des Shanks wird roh mit Preisvorstellungen um 140.000 Yen angeboten, gegradete PSA-10-Exemplare bewegen sich in einer Spanne von 290.000 bis 700.000 Yen. Die englische Manga Rare desselben Charakters liegt bei rund 1.480 Dollar, die Luffy Leader Parallel bei etwa 1.160 Dollar, jeweils Stand Frühjahr 2026.

Japanisch oder englisch, das ist die eigentliche Entscheidung

Für europäische Käufer ist der Sprachunterschied der größte Hebel im ganzen Set. Japanische Romance-Dawn-Displays sind der günstigste Einstieg und liegen bei etwa 15.000 Yen, also grob 99 Dollar. Englische Displays kosten deutlich mehr. Auf der Einzelkartenebene dreht sich das teilweise um: Bei den Spitzenkarten, besonders Shanks und Luffy, liegen englische Exemplare beim Zwei- bis Sechsfachen der japanischen, weil die englische Auflage kleiner war.

  • Wer Displays öffnen will: japanisch. Mehr Packs fürs Geld bei identischem Kartenpool.
  • Wer einzelne Spitzenkarten sucht: je nach Ziel. Englische Exemplare sind teurer, aber im westlichen Markt liquider.
  • Wer gradet: japanische Karten haben statistisch bessere Schnittkanten und Zentrierung, was die Chance auf hohe Grades erhöht.

Die 400-Prozent-Phase ist vorbei

Marktauswertungen 2026 beschreiben das Fenster mit 400 bis 500 Prozent Wertzuwachs für OP-01 und OP-02 als weitgehend geschlossen. Wer heute einsteigt, kauft nicht mehr in eine Aufholbewegung hinein.

Das klingt wie eine schlechte Nachricht und ist in Wahrheit die Voraussetzung dafür, dass ein Sammelmarkt funktioniert. Ein Markt, in dem sich Preise binnen eines Jahres vervierfachen, wird von Spekulation getragen und bricht entsprechend. Ein Markt, in dem Preise durch Spielnachfrage, Auflagengröße und Zustand bestimmt werden, ist langweiliger und hält länger. OP-01 ist gerade dabei, das Zweite zu werden.

Quellen: offizielle Produktseite zu OP-01, Preis- und Marktangaben aus Auswertungen des japanischen und westlichen Zweitmarkts 2026.

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